Oberreintal
Seit dem Jahr 2000 bin ich
Hüttewart im Oberreintal, dem
schönsten Ort im Wettersteingebirge, ja eigendlich weltweit.Die
Oberreintalhütte ist im Winter geschlossen. Es gibt
auch keinen Winterraum.
Wichtige Infos:
Die Franz-Fischer-Hütte, oder kurz Oberreintalhütte,
ist eine
bewartete Selbstversorgerhütte.
Sie ist von Pfingsten bis Anfang Oktober geöffnet, Datum siehe
Aktuell.
- Reservierungen gibt es im Oberreintal nicht. Ich bin aber
dankbar
wenn grosse Gruppen, ab 10-12 Personen, per e-mail nachfragen ob noch
Platz ist. Mail per Link links (email an hans) oder an
info_ät_oberreintalhuette.de. Die Bearbeitung dauert ca. zwei Tage.
- Das Oberreintal ist Naturschutzgebiet, Zelten ist also
grundsätzlich verboten.
- Essen muss von den Gästen mitgebracht werden.
- Getränke
wieTeewasser, Kaffee, Bier, Wasser,
Limo, Wein, usw. gibt es zu kaufen. Selbst mitgebrachter Alkohol darf
,wie überall, nicht konsumiert
werden. Dies sollte eigendlich eine Selbstverständlichkeit sein.
- Es besteht die Möglichkeit migebrachte
Speisen, am besten Nudeln, gegen ein geringes Entgeld ( 3,60 Euro )
abens gekocht zu bekommen. Dann bis spätestens 19:00 Uhr beim
Hüttenwart
abgeben. Öl, Salz usw, sind im Kochpreis enthalten.
Selbstverständlich kann man draussen auch sebst kochen, dann aber
alles, auch Töpfe usw., selbst mitnehmen.
- Decken sind vorhanden, Hüttenschlafsack bitte
mitnehmen.
- Übernachtung mit Hund ist nicht möglich, es
fehlen die
räumlichen Voraussetungen.
- Übernachtungspreise siehe unter: www.alpenverein-ga-pa.de
Nichtkletterer bitte nicht im August am Samstag bei guten Kletterwetter
kommen. Dann ist die Hütte meist übervoll. Für
Bergsteiger stehen noch mehr Hütten in nächster Umgebung zur
Auswahl (Meilerhütte, Reitalangerhütte, Knorrhütte,
Schachenhaus, Kreuzeckhaus).
Allgemeine Beschreibung:
Name der Hütte:
Franz-Fischer-Hütte oder auch
Oberreintalhütte
Höhe: 1532m
Anzahl der Lager: 60 (keine
Betten)
AV-Sektion
Garmisch-Partenkirchen
Bewirtschaftungszeitraum:
Pfingsten bis Anfang Oktober
Hüttenwart: Hans Bader
Kontakt Hütte: nur
per e-mail erreichbar:
info_ät_oberreintalhuette.de
Bearbeitungszeit: ca. zwei Tage
Kontakt Tal: AV-Sektion
Garmisch-Partenkirchen
tel: 08821 2701 fax: 08821 71994
Internet:
www.oberreintalhuette.de
Talort: Garmisch-Partenkirchen
Ausgangspunkt: Skistadion GAP
Zustieg: Durch Partnachklamm; entlang Partnach Richtung Zugspitze; vor
Bockhütte Richtung Schachen, Oberreintal abbiegen; Gehzeit ca. 3
Std.
Schnellste Moeglichkeit:
Forststrasse mit Rad fahren. Dann allerdings über Partnachalm,
Laubhütte fahren, da die Partnachklamm für Räder
gesperrt ist. Fahrzeit ca. 1 Std., Gehzeit ca. 1 Std.
Tourenmöglichkeiten/Gipfel:
Das Oberreintal ist eines der besten Alpinen Klettergebiete.
Es bietet unzählige Anstiege vom 4. bis zum 9. Schwirigkeitsgrad.
Die schönsten Klassiker und die meisten Neutouren sind mit
Bohrhaken ausgrüstet, teilweise AV-Sicherheitshaken.
Was sagt der Hüttenwart über
"seine" Hütte:
Die Oberreintalhütte ist ein recht alter Herr, Jahrgang 21-22, der
sich in den ganzen Jahren seinen ursprünglichen, rauen Scharm
erhalten hat.
Im Gegensatz zu den meisten Hütten, blieb sie die ganze Zeit
über eine bewartete Sebstversorgerhütte. Der Hüttenwart
sorgt für die Getränke und kocht abends für Alle
gemeinsam die mitgebrachten Speisen (meist Nudeln).
Neben all den Neuerungen, z.B. Strom aus Wasser und Sonne,
Komposttoilette, sind viele Dinge noch altmodisch im Besten Sinn. So
geht der Reservierungswahnsinn hier spurlos vorüber.
Wer kommt ist da und herzlich willkommen.
Das Oberreintal, wild, eng, steil, mitten im Gebirge und doch mit
wunderbarer Vegetation und nicht erdrückend. Es ist meiner Meinung
nach eines der besten alpinen Klettergebiete. Noch nicht hochalpin,
aber auch kein Klettergarten mehr.
Ich hab dort einen Großteil meiner Kletterjugend verbracht. Fels,
Landschaft und Gesellschaft haben mich sofort in ihren Bann gezogen.
Der Mittelpunkt des Oberreintals ist die Hütte. Sie wurde für
Kletterer gebaut und ist auch eine Kletterhütte geblieben. Hier
stehen die gekletterten Touren und die Erstbegehungen im Tourenbuch,
hier wurde nächtelang über Magnesia oder Routensanierung
diskutiert. So wurden Streitigkeiten gleich vor Ort geklährt und
es kam nicht zum Entfernen von Bohrhaken wie in anderen Gebieten.
Ein Platz am Stammtisch musste erst erarbeitet werden. Für einen
dummen Spruch an demselben war die Cukrowsky am Oberen Berggeistturm
Grundvoraussetzung.
Heute wird das Oberreintal von manchen Kletterern als hochalpin
angesehen. Der Weg zum Einstieg und der Abstieg ist für viele das
Schwerste. Viele Kletterer starten heute aber in der Halle und haben
bestenfalls Erfahrung mit Felsen im Mittelgebirge. Bitte einige leichte
Bergtouren im Ersten Schwierigkeitsgrad machen bevor Ihr ins
Oberreintal kommt. Nur so bekommt man ein Gefühl für die
Wegfindung und die Trittsicherheit. Die Routensanierungen mit
AV-Sicherheitshaken in den 90er
Jahren haben viel vom alpinen-Ernst genommen. Die Haken stecken aber
nicht im Meterabstand sondern sie können im leichten Gelände
schon einmal 15m entfernt sein. Es ist immer gut Köpferlschlingen
und Klemmkeile dabeizuhaben. Kletterer bitte denk
auch dran, Steine
können töten - nicht nur Tabak :-). Die meisten Unfälle
der letzten Jahre wurden durch Steinschlag, ausgelöst vom
Vorsteiger oder einer darüber kletternden Seilschaft, verursacht.
Auch ein Gewitter in der Wand ist nicht zu unterschätzen.
Das Oberreintal ist trotz der Bohrhaken noch nicht zu einem
Konsumtempel
schöner Kletterstellen verkommen. Es
gibt noch Linien und nicht eine Reihe von Haken im Irgendwo. Eine
Unmenge von Routen sind auch noch im Orginalzustand, mit wenigen und
schlechten
Haken, teilweise im besten Fels. Leider werden diese Touren fast nicht
mehr geklettert.
h.m.l.a.A.
Hans Bader, Hüttenwart
Oberreintal den 18.06.2011
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